2017

The new year is upon us, and as is customary, I want to examine my feelings regarding the year gone by.

I Literally Cannot Even

When the Electoral College of the US chose Donald Trump as 45th President of the United States of America, I dare say, a large part of the world was in shock. There has, in the history of humanity, never been a person less qualified for the job. This statement takes into account and includes Emperor Nero, Josef Stalin, and Adolf Hitler. What differentiates them from Trump is that they knew what they were doing. They were evil, of course, but they knew the system, the people, the tools, and the limits of their power (to an extent…). They knew exactly what they were doing. Granted, they all happened before Twitter, but odds are – being the micromanaging psychos they were – they would have demonstrated better impulse-control than The Orange One. My cats are more qualified to hold that office. Hell, every single object in this room would make a better President than Donald J. Trump. Also, did he just brag about the size of his… button?

White text on black background: The only thing necessary for the triumph of evil is for good ment to do nothing. - Edmund BurkeOne unpleasant truth we must face, though, is that a shift to the political right is happening everywhere right now. The forces of Capitalism continue to pit the working class against the poor, and we keep falling for it. The result is Fascism. I am always perturbed when people wonder out loud how Nazi Germany could have possibly happened, all the while missing the signs right in front of their eyes. We are on the same track, some of us more than others. Switzerland is facing a direct attack on one of its most fundamental public services, and the fear of the outcome chills me to the bottom of my soul; meanwhile, I even have friends who don’t get it. If there are people in my own inner circle who are willing to trade a central tenet of democracy for money, then what can I hope for from the rest of the population? It is hard not to despair.

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Das S-Wort

Letzte Woche hat sich die Premier-Ministerin Grossbritanniens heftig verkalkuliert und bei den von ihr vorgezogenen Wahlen massiv Sitze eingebüsst. So viele, dass sie jetzt keine absolute Mehrheit mehr hat, und sich mit einer superkonservativen, ultrarechten Mini-Partei aus Nordirland zusammentun muss, um weiter regieren zu können. Und weil sie sich gerade an den politisch Meistbietenden verkauft hat, gibt es jetzt Menschen, die sie als Schlampe oder auch als Hure bezeichnen. Dies ist scheinbar in Grossbritannien passiert und hat einen meiner Lieblingsmenschen, J.K. Rowling, zu einem veritablen Tweetsturm veranlasst.

Was besonders schwer wiegt ist die Tatsache, dass J.K. diesen Mann ursprünglich gut fand. Er sei witzig und klug, und ich darf annehmen, ansonsten auch eloquent. Und ich verstehe den Schmerz nur allzu gut: Wenn nicht mal die guten Männer begreifen, warum man eine Frau, die einem nicht passt, nicht einfach als Hure/Schlampe/Flittchen etc. betiteln kann, welche Hoffnung gibt es denn bei den Männern, die uns sowieso nicht als Menschen sehen? Wenn schon die Männer, die sich – guten Gewissens! – als Feministen bezeichnen, ihre eigene Misogynie nicht erkennen, welche Chance haben wir dann auf lange Sicht gegen die alles durchdringende Rape Culture? Ich verstehe ihren Schmerz nur zu gut, denn am Samstag ist mir dasselbe passiert.

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Ich bin müde.

Ich weiss, der März ist kein Monat für geistige Erschöpfung, aber manchmal kann man das nicht steuern. Der März ist der Monat des Feminismus. Der achte März ist seit 1921 der Internationale Frauenkampftag, den ich seit 25 Jahren fast lückenlos begehe. Ich erinnere mich an Demonstrationen in den 90er Jahren, wo wir in einer Gruppe von 30 Frauen durch Zürich gezogen und von der Öffentlichkeit belächelt wurden. Ich erinnere mich auch an Umzüge von mehreren tausend Frauen, die sich weigerten, demütig und gehorsam zu sein, und völlig unweiblich Randale machten in der Zürcher Innenstadt.

25 Jahre sind eine lange Zeit, und manchmal habe ich das Gefühl, dass sich nichts geändert hat. Immer noch verdienen wir unerklärliche 8,7% weniger als Männer, und nach wie vor versuchen Männer, uns diesen Unterschied weg zu mansplainen.

Immer noch werden Frauen gefragt, was sie getragen oder wieviel sie getrunken haben, wenn sie Opfer sexueller Gewalt werden. Da sagt sogar eine Polizistin, dass Frauen gegebenenfalls selbst schuld sind, wenn sie vergewaltigt werden.

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