Aspiring Polyglot: Methodik, Teil I

Disclaimer: Dieser Post ist vermutlich für Leute, die keine Fans von Sprachen sind, nur mässig interessant.

Vor ein paar Wochen habe ich einige Anfragen zum Thema Sprache auf dem Frageportal Quora beantwortet. Eine der häufigsten Fragen in diesem Bereich ist, „Wie lerne ich Sprache X am effizientesten?“, dicht gefolgt von „Welche Sprache ist am nützlichsten?“ Über Letzteres habe ich auch schon einen englischsprachigen Beitrag geschrieben. Über die Methodik für das Erlernen von Sprachen habe ich mir aber erst so richtig Gedanken gemacht, als ich sie jemand anderem erklären wollte. Meinen eigenen Umgang mit dem Erwerb von Wissen kenne ich schon so lange, dass er zum Automatismus geworden ist, was kurioserweise auch schon der Schlüssel zum Erfolg ist: Mensch, erkenne dich selbst!

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Aspiring Polyglot: Fucking Kanji

Ich habe mich also darauf eingelassen, Japanisch zu lernen. Japanisch hat ein paar Hürden, die andere Sprachen nicht mit sich bringen. Die Grösste davon heisst zwingend „Kanji“. Kanji ist eine der drei Schriften, die in der japanischen Sprache benutzt werden. Ich lerne Sprachen über die Schrift, nicht über das Gehör, wie so viele dieser Menschen, die sich damit brüsten, einfach mal drei Monate in ein Land zu gehen, und dort dann locker-flockig die Sprache zu lernen. Und locker-flockig ist korrekt: wer so an die Sache herangeht, der lernt für Parties, nicht für Shakespeare. Ich lerne für Shakespeare. Was soll ich mit einer Sprache, in der ich ein Bier bestellen, aber nicht die grossen Klassiker lesen kann? Wertlos.

Also lerne ich über geschriebene Medien. Ich muss zuallererst die Struktur der Sprache verstehen, wie Worte aufgebaut sind, wie sie zusammenhängen, wie man daraus Sätze baut. Das Grundgerüst muss mir klar sein. Und so ist Japanisch das schwierigste Unterfangen, dass ich je in Angriff genommen habe – wegen der Kanji.

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Aspiring Polyglot: Usefulness

I’ve recently set up a Quora account. Quora is a place where people can ask questions – often questions that, yes, they could have googled themselves – and get answers from people. These answers have the benefit of bringing a very personal aspect with them, being more practical than theoretical.

When signing up, Quora asks you about your areas of interest, and your expertise. Being a fan of languages, I signed up for plenty of language stuff. As a consequence, one of the questions I see most often is something along the lines of „what language should I learn next in terms of usefulness“, sometimes worded as a direct comparison, such as „is it better to learn French than Spanish?“ Two thoughts usually go through my head:

  1. Why is this even an either/or question?
  2. What do you mean, useful? How can any language not be useful?

I am immediately aware of a lot of privilege when contemplating my automatic reaction. First, because I already know the „useful“ languages, aka those that, combined, pretty much cover the entirety of the globe, I have the luxury of completely disregarding the perceived usefulness of any tongue. How did I get there? By learning the language of all the colonial powers, of course. Their languages have been forced on everybody, so everybody understands them now. Thanks, white people!

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Aspiring Polyglot: Eigentlich wollte ich ja Koreanisch lernen.

Erstens kommt es anders.

Vor etwa drei Wochen hatte ich eine Begegnung mit dem Schicksal. Ich kann das nicht anders werten. Ich habe etwas gefunden, von dem ich noch nicht mal wusste, dass ich es suchte. Aber der Reihe nach.

Ich lerne Sprachen immer dann am besten, wenn ich eine Band finde, deren Musik mich so flasht, dass ich die Sprache unbedingt verstehen will. Filme sind auch gut, aber Musik ist portabel und geht durch Mark, Bein, Herz und Seele. Ich habe vor einigen Monaten angefangen, Russisch zu lernen, und habe dort auch schon einige Bands gefunden, die mir gefallen. Natürlich geht man bei russischen Metalbands immer das Risiko ein, dass man sich versehentlich Nazis angelacht hat. Das ist einfach. Und solange man die Texte nicht versteht, ist man der Sache ausgeliefert. Ich bin aber relativ sicher, dass ich bisher mehr die Dungeons and Dragons Art von Metal gefunden habe.

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I Burn, I Pine, I Perish

Do you remember the first time you fell in love… with a band? Oh, not necessarily a band, of course. It could have been a solo performer, a duo, a band, an orchestra: remember that first moment you fell in love? It is love; it makes its name known immediately, it breaks into you and shatters everything in its path to create a space so vast and intense, it knocks the breath right out of you. Time stands still, and an eternity passes between two heartbeats. You might find yourself frozen in shock, or giggling and blushing uncontrollably. And you know, beyond the shadow of a doubt, that this, this is DESTINY. All the strange turns your life has taken, despite all the winding paths and dead ends, regardless of the years gone by, feeling your way in the dark: all of it has led to this. Love.

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