Der Mensch und die Maschine

„In the game of life and evolution there are three players at the table: human beings, nature, and machines. I am firmly on the side of nature. But nature, I suspect, is on the side of the machines.“ – George Dyson, historian

„Schreib doch auch mal aus der Perspektive derer, die das ganze digitale Zeugs ablehnen“, meinte neulich mein Arbeitskollege S., seines Zeichens erklärter Technophob. Natürlich arbeitet er, wie ich selbst, bei einer Softwarefirma. Ein kurzer Steckbrief: S. ist elf Jahre jünger als ich, auf dem Land aufgewachsen, und ständig am Telefon, wenn auch scheinbar gegen seinen Willen. Wenn man ihm eine Nachricht schreibt, beruflich oder privat, dann wartet man gerne mal ein Woche, bis eine Antwort zurückkommt. Falls man eine bekommt. Persönlich habe ich angefangen, nach meinen Nachrichten den Satz „Diese Mitteilung erfordert eine Antwort.“ anzufügen. Bisher mit eher mässigem Erfolg.

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Die Schuld, lieber Brutus, liegt nicht in unserer Technologie, sondern in uns selbst.

So zumindest hat Shakespeare das gesehen. So, paraphrasiert, zumindest.

Kennt ihr diese Posts, die immer mal wieder auf Facebook erscheinen? Ein Umstand, der an Ironie übrigens kaum zu übertreffen ist. Also, wir haben alle diese Freunde und Freundinnen, die immer mal wieder diese Filmchen auf Facebook posten, in denen es darum geht, dass unsere Mobiltelefone uns alle zu Zombies machen. Es handelt im Grossen und Ganzen davon, dass die Menschheit nur noch auf den kleinen Apparat starrt und dabei die eigene Menschlichkeit verliert, weil sie die Menschen, mit denen sie den realen physischen Raum teilen, zu Gunsten einer virtuellen Realität ignorieren. Besonders beliebt ist dieses Kind mit den riesengrossen Augen, das vergeblich versucht, eine menschliche Verbindung zu den erwachsenen Handy-Zombies herzustellen. In dem animierten Film springt dann auch noch eine Frau von einem Gebäude, und alle machen nur Fotos und gehen weiter.

What an absolute bunch of horseshit.

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