Die falschen Äquivalente

Wir leben in einer Zeit der falschen Äquivalente. Irgendwie hält sich immer noch dieser Gedanke, dass Gewalt von links „genau so falsch“, wenn nicht sogar schlimmer ist, als Gewalt von rechts. Dass sich die Einen dabei gegen die stellen, die einen Teil der Menschheit wieder mal in Gaskammern schicken oder schlicht im Mittelmeer ertrinken lassen möchten, scheint vielen händeringenden, lauwarmen Leuten irgendwie unter zu gehen. Ich habe solche Menschen in meinem Freundeskreis. Solche, die – und anders kann ich es mir nicht erklären – um jeden Preis den Frieden wahren wollen. Einen Frieden, der es ihnen erlaubt, so zu tun, als wäre die Welt einigermassen in Ordnung. Einen künstlichen Frieden, bei dem die Unterdrückten die Schnauze halten und nicht auffallen. Und deshalb werfen sie den „linken Chaoten“ einmal mehr unangebrachte Gewalt vor: einem Nazi eins aufs Maul zu geben ist für die Lauwarmen gleich schlimm, wie wenn der rechte Mob ein Asylzentrum in Brand steckt. Sie drängen uns dazu, die „andere Seite“ zu sehen, als ob es bei rechtem Gedankengut eine andere Seite gäbe; sie sind es, die Trump „eine Chance geben“ wollten, als er das mächtigste politische Amt der Welt antrat. Sie erinnern mich ein bisschen an die drei Äffchen, die weder Böses sehen, noch hören, noch sagen, und so hoffen, das Böse möge an ihnen vorbei gehen.  Ich nehme an, wenn wir uns alle bei den Händen nehmen, um ein Lagerfeuer singen und an Regenbögen denken, wird sicher alles gut. Wie beim letzten Mal.

Eine Galerie linker Chaoten: Dolores Ibárruri, Sophie Scholl, Nelson Mandela und Malcolm X.

Eine Galerie linker Chaoten: Dolores Ibárruri, Sophie Scholl, Nelson Mandela und Malcolm X.

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Der grosse Kanton und wir: Unsere letzte und beste Hoffnung 

Jetzt wollen auch die Briten noch mal wählen. Dafür wollen die Franzosen nicht mehr. Das, meine Damen und Herren, ist der Moment, wo die Welt mit einer etwas grösseren Wahrscheinlichkeit als normal untergeht. The Endtimes have begun.

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May the odds be ever in our favour.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn Leute sich fragen, wie es damals, 1930 und folgende, zu „so etwas“ kommen konnte, aber dann die offensichtlichen Parallelen zur Gegenwart geflissentlich ignorieren.

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