Ich wäre eigentlich lieber lustig.

Das kann ich nämlich, lustig sein. Ich bin fucking hilarious die meiste Zeit, fragt mal meine Freundinnen, meine Schwestern und/oder meine Dungeons and Dragons Gruppe. HI. LA. RI. OUS. Aber im letzten Monat hab ich mich echt einfach pausenlos über irgend einen Müll aufregen müssen. Da hätte es sich natürlich angeboten, zu bloggen. Andererseits käme dabei nur virtuelles Rumgeschreie heraus.

Ich bin nämlich echt verdammt genervt.

a red ball of flame with an angry face

Ich am Abstimmungssonntag.

Die Schuld trägt ja grösstenteils die Politik. Ist klar, was sonst kann einem so auf den Magen schlagen? Wir hatten Abstimmungen. Die KatalanInnen – trotz erheblichen Widerstands der spanischen Zentralregierung – auch. Die Deutschen haben gewählt. In den USA werden Menschen erschossen und es darf noch immer nicht über die Regulierung von Schusswaffen diskutiert werden. Sobald ich einen Post über zwanghafte Mansplainer veröffentliche, kommt ein Mansplainer daher, um mir meine Argumentation zu mansplainen. Kurz, es ist alles gerade etwas mühsam. Ah jo, zusätzlich habe ich auch eine Prüfung verkackt. Hrmpf. Das ist aber irgendwie mein kleinstes Problem.

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Ich bin müde.

Ich weiss, der März ist kein Monat für geistige Erschöpfung, aber manchmal kann man das nicht steuern. Der März ist der Monat des Feminismus. Der achte März ist seit 1921 der Internationale Frauenkampftag, den ich seit 25 Jahren fast lückenlos begehe. Ich erinnere mich an Demonstrationen in den 90er Jahren, wo wir in einer Gruppe von 30 Frauen durch Zürich gezogen und von der Öffentlichkeit belächelt wurden. Ich erinnere mich auch an Umzüge von mehreren tausend Frauen, die sich weigerten, demütig und gehorsam zu sein, und völlig unweiblich Randale machten in der Zürcher Innenstadt.

25 Jahre sind eine lange Zeit, und manchmal habe ich das Gefühl, dass sich nichts geändert hat. Immer noch verdienen wir unerklärliche 8,7% weniger als Männer, und nach wie vor versuchen Männer, uns diesen Unterschied weg zu mansplainen.

Immer noch werden Frauen gefragt, was sie getragen oder wieviel sie getrunken haben, wenn sie Opfer sexueller Gewalt werden. Da sagt sogar eine Polizistin, dass Frauen gegebenenfalls selbst schuld sind, wenn sie vergewaltigt werden.

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