Gebrauchsanweisung für die Stadt: How to Fenster

Die Handhabung von Fenstern scheint einige meiner Mitmenschen an ihre Grenzen zu führen. Es ist natürlich schon so: wenn man aus ländlicher Gegend in die Stadt zieht – wo es auch noch andere Menschen gibt – kennt man die verschiedenen Stolperfallen, die Fenster mit sich bringen, noch nicht.

Die meisten Fenster sind ja bekanntlich einigermassen durchsichtig. Das ist mit eins der besten Argumente für Glas. Persönliche Putzgewohnheiten haben natürlich einen direkten Einfluss auf die Transparenz, aber ich wage mich jetzt mal auf das schmale Brett und behaupte, doch, da sieht man meistens ganz gut durch. Und schon wären wir wieder bei so einer Stadt-Situation: unsere Häuser stehen dicht beieinander. Sogar, wenn eine durchschnittliche Strasse mitten durch geht, beträgt der Abstand zwischen zwei Häuserfronten bestenfalls zwanzig Meter. Und zwanzig Meter weit sehen die meisten Menschen ganz easy.

Die lamentable Abwesenheit von Vorhängen

Weshalb ich diese neumodische Tendenz, auf Vorhänge zu verzichten nicht verstehe. Ist ja alles ganz dandy, wenn du findest, du habest nichts zu verbergen, und dass du so ein Freigeist bist, dass es dir schnurzpiepegal ist, wenn ich dich nackt in der Wohnung rumlaufen sehe. Hör mal, Freundchen: Ich wohne doch nicht in der kalten, anonymen Grossstadt, um mich jetzt hier von dir anmenscheln zu lassen!

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