Das fette Leben: Relativität

Neulich hat eine gute Freundin von mir zum heiteren Kleidertausch geladen. Was eine absolut tolle Idee ist: man findet gratis was Neues zum anziehen, und wird mit etwas Glück von dem eigenen Zeug, das man seit grob geschätzt 800 Jahren nicht mehr getragen hat, etwas los. Soweit, so gut. Aber natürlich kann unsereins da nicht einfach so auftauchen, weshalb ich dann im Vorfeld schon gefragt habe, ob sie dann auch andere fette Frauen eingeladen hätte. Sonst sind meine Optionen stark eingeschränkt, da in die Hose, die die entsprechende Freundin trägt, höchstens mein linker Arm reinpasst. Mir wurde zugesichert, dass ausreichend Kleider für mich vorhanden sein würden.

Und das waren sie! Ich habe, zu meiner grossen Freude, vier neue Oberteile und ein Paar Hosen. Sogar von meinen Kleidern ist was weggegangen, natürlich hauptsächlich Zeugs, das mir sowieso hoffnungslos zu klein war. Ihr kennt diese Sorte Kleider: die „eines Tages“ Kleider. Solche habe ich eigentlich schon lange keine mehr, diese hier waren die letzten Überlebenden. Nachtrauern tue ich nur den schwarzen Leggings mit dem goldfarbenen Barock-Druck drauf, aber diese sind zum Glück nun in guten Händen.

Als wir da so zusammensassen, inmitten von Haufen von Textilien und grosszügig mit Tee und Guetsli versorgt, kamen wir auf die Sache mit den Kleidergrössen zu sprechen. Und da fiel mir diese Geschichte ein, die ich zwar geschrieben, aber nicht veröffentlicht habe. Nun denn, wertes Publikum: Es war einmal in München.

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