Gebrauchsanweisung für die Stadt: How to HB

Meine Gebrauchsanweisungen für die Stadt fangen immer ein bisschen mit derselben Ermahnung an, die, zusammengefasst, als etwas in Richtung „steh nicht im Weg rum“ beschrieben werden kann. Das ist in der Stadt relevant, weil in der Stadt – im Vergleich zum Dorf – viele Menschen sind. Am Hauptbahnhof ist alles noch schlimmer, weil die ganz vielen Leute, die dort sind, sich im Transit nach woanders befinden, und es oft etwas pressant haben. Erst der Hauptbahnhof bringt das wahre, das innerste Wesen eines Menschen hervor; er verlangt uns die bestmögliche Form von uns selbst ab, und die meisten von euch versagen kläglich. Ja, von euch. Ich weiss schliesslich, wie man sich am HB verhält.

Innenansicht Haupthalle Zürich Hauptbahnhof

Die Haupthalle unter normalen Umständen

Steh nicht im Weg rum.

Seien wir ehrlich, es kommt einem in jeder erdenklichen Lebenssituation zu Gute, wenn man sich einigermassen klar ist, wann man wieviel Platz einnimmt. Ich besitze beispielsweise mehrere Rucksäcke, die mein ohnehin beeindruckendes Gesamtvolumen mehr oder weniger drastisch vergrössern. Unter gewissen Umständen – im vollen Tram – ist es also angebracht, den Rucksack abzunehmen und zwischen den Beinen auf den Boden zu stellen. Während man unterwegs ist, ist dies natürlich wenig praktisch. Dort ist es lediglich angezeigt, sich bewusst zu bewegen. So verhindert man gegebenenfalls, durch so unerwartete wie elegante Richtungswechsel ganze Gruppen von ca. gleichgrossen und kleineren Menschen nieder zu mähen.

Einen Stock tiefer sollte man die gleiche Umsicht dem mitgebrachten Rollköfferchen zukommen lassen. Mit so einem im Anhang wird man bekanntermassen zum Sattelzug, weshalb man bei der Planung des Pfads die entsprechende Mehrlänge berücksichtigen muss. Das sind so ein bisschen die Basics.

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